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Generalversammlung der Spar-u.-Kredit-Bank eG am Montag, den 01. Juni 2026, in der Gaststätte „Hessischer Hof“ in Gemünden

Der Vorstand der Spar-u.-Kredit-Bank eG konnte in der Generalversammlung am 01. Juni 2026 im voll besetzten Saal der Gaststätte Hessischer Hof in Gemünden (Wohra) über eine insgesamt erfreuliche Geschäftsentwicklung im Jahr 2025 berichten. Der Versammlungs-leiter und Aufsichtsratsvorsitzende Harald Stehl begrüßte die Mitglieder und Gäste.

Der Vorstandsvorsitzende Martin Möbus berichtete über die Geschäftsentwicklung der Bank im Jahr 2025 sowie über die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Das Jahr 2025 war wieder ein Jahr voller Herausforderungen“, resümierte Möbus. Die gesamtwirtschaftliche Lage habe sich im Jahr 2025 etwas stabilisiert; das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sei um 0,2 Prozent gewachsen. Trotz des leicht positiven Wachstums sei die Stimmung in der Industrie, geprägt von strukturellen Herausforderungen und geopolitischer Unsicherheit, verhalten geblieben, berichtete Möbus. „Wir alle haben im letzten Jahr gespürt, wie sehr sich die Welt bewegt: Wirtschaftliche Unsicherheiten, steigende Energiekosten und der Wandel in Gesellschaft und Politik haben unser aller Leben beeinflusst“, so Möbus. Der Arbeitsmarkt sei im Jahr 2025 unter deutlichen Druck geraten, was das Ende des Beschäftigungsbooms der Vorjahre markiert habe. Die Zahl der Erwerbstätigen habe bei rund 46 Millionen stagniert. Gerade in solchen Zeiten zeige sich jedoch, wie wichtig es sei, eine Bank an der Seite zu haben, die nicht nur Zahlen verwalte, sondern unterstütze und zuverlässig zur Seite stehe. „Die Herausforderungen sollten keine Hindernisse sein, sondern der Ansporn, kreativ und besonders beweglich zu bleiben“, stellte Möbus fest.

Die Spar-u.-Kredit-Bank sei nicht stehen geblieben und dabei stets ein verlässlicher Partner für ihre Kundinnen und Kunden geblieben. „Wir haben uns den Herausforderungen gestellt, investiert und gemeinsam mit Ihnen die Zukunft gestaltet“, so Möbus. „Trotz aller äußeren Schwierigkeiten haben wir uns weiterentwickelt und nie irritieren lassen.“ Die Bank habe sich weiterhin auf das Wesentliche konzentriert: Nähe, Vertrauen, Tatkraft und Innovation, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Auch die Digitalisierung wurde von der Bank weiter vorangetrieben. „Wir sind da, wo Sie uns brauchen – ob persönlich oder digital.“ Viele der angebotenen Leistungen könnten inzwischen bequem online genutzt werden. „Unsere Investition in digitale Prozesse erleichtert den Alltag und macht Bankgeschäfte noch komfortabler und nachhaltiger“, erklärte Möbus. Die überwiegende Zahl der Konten werde mittlerweile online geführt; viele nutzten das elektronische Postfach und verzichteten auf Papierauszüge. Das bewährte Kontomodell SKB Giro Online biete den Mitgliedern der Bank ab einem monatlichen Gehaltseingang von 1.000 Euro eine kostenlose und moderne Kontoführung. Für junge Anleger unter 31 Jahren biete die Spar-u.-Kredit-Bank mit „Mein Depot“ zudem eine kostenlose Depotführung sowie einen bequemen Zugang zu Aktien, ETFs und Fonds. Sparpläne ließen sich unkompliziert einrichten, und die Beratung gebe es online oder persönlich vor Ort. Über die digitalen Angebote hinaus bleibe für die Bank aber der persönliche Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden unverzichtbar. „Ich verspreche Ihnen: Der persönliche Kontakt und insbesondere die persönliche Beratung bleiben auch in Zukunft für uns unverzichtbar“, versprach Möbus.

Mit der Geschäftsentwicklung und dem Geschäftsergebnis der Bank im Jahr 2025 zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zufrieden. Die Bilanzsumme sei im Jahr 2025 um 3,5 Mio. Euro auf rund 193 Millionen Euro gestiegen, insbesondere durch ein gutes Wachstum von 5,9 Mio. Euro bei den Kundeneinlagen. „Jede Einzahlung, jede Anlage ist ein Zeichen dafür, dass Sie uns Ihr Kapital und Ihre Zukunft anvertrauen. Das erfüllt uns mit Dankbarkeit und Verantwortung“, bedankte sich Möbus. Hierzu hätten vor allem die weiterhin sehr attraktiven Anlageprodukte der Bank beigetragen. Die vermittelten Anlagen bei den Verbundpartnern der Bank seien ebenfalls um 2,4 Mio. Euro auf 71,3 Mio. Euro angestiegen.

Darüber hinaus habe sich auch das Kreditgeschäft der Bank im Jahr 2025 positiv entwickelt. Hier
gab es einen Zuwachs um rund 1,2 Mio. Euro auf 116,4 Mio. Euro. „Das positive Wachstum stammt im Wesentlichen aus der Steigerung unserer privaten Immobilienfinanzierungen“, erläuterte Möbus. Die Investition in die eigene Immobilie bleibe für viele Menschen ein zentraler Lebensschritt. „Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden von der ersten Idee bis zur letzten Rate mit individueller Beratung und maßgeschneiderten Finanzierungskonzepten“, erklärte Möbus. Auch Nachhaltigkeit und Klimaschutz hätten bei Immobilienfinanzierungen für Modernisierungen im letzten Jahr eine immer größere Rolle gespielt. „Hier bieten wir nicht nur Beratung und günstige Kredite, sondern auch Zuschüsse für die Energieeffizienzberatung“, fasste Möbus zusammen.

Im gewerblichen Bereich zeigte sich die Kreditvergabe unter den schwierigen Rahmenbedingungen stabil. Möbus kritisierte in diesem Zusammenhang die neue Bundesregierung, die mit großen Worten wie „Wachstumslokomotive“ und „Wohlstand für alle“ sowie mit hohen Erwartungen an den Start gegangen sei. Rund ein Jahr später habe sich die Lage jedoch nur wenig verändert, und die hohen Energiepreise, Steuern und die Bürokratie würden die deutschen Unternehmen und Gewerbetreibenden laut dem Vorstandsvorsitzenden weiterhin wie ein schwerer Rucksack belasten. „Wer dauerhaft mit zu viel Gepäck unterwegs ist, wird irgendwann langsamer. Und genau das erleben wir. Während andere Länder Tempo machen, verharrt Deutschland im Mittelmaß“, erklärte Möbus. Diese Bedingungen führten auch zu Zurückhaltung bei den Investitionen. Wer zukunftsfähig bleiben wolle, müsse jedoch investieren – gerade in schwierigen Zeiten, forderte Möbus. „Es freut uns sehr, dass wir dabei unsere gewerblichen Kunden mit Beratung und passgenauen Finanzierungslösungen
unterstützen können“, erklärte er. Das gesamte betreute Kundenkreditvolumen der Bank stieg um etwa 1,1 Millionen Euro und erreichte rund 129 Millionen Euro. Daraus folgend habe sich das insgesamt betreute Kundengesamtvolumen an Geldanlagen und Krediten der Bank um mehr als 9 Mio. Euro auf knapp 335 Mio. Euro ebenfalls deutlich erhöht.

Ein weiteres Herzstück der Spar-u.-Kredit-Bank bleibe das soziale Engagement: Etwa 30.000 Euro seien in 24 verschiedene gemeinnützige Projekte geflossen, darunter die Aktion „Nistkästen für Schulen & Kitas“ mit rund 6.000 Euro für regionale Einrichtungen. „So entstehen
wertvolle Gelegenheiten, die Natur in der eigenen Umgebung für Kinder erlebbar zu machen und ihr Verständnis dafür zu fördern“, betonte Möbus.

Zum Abschluss würdigte Möbus das Team der Bank: „Ohne den großartigen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären diese guten Ergebnisse nicht möglich gewesen.“ Er dankte auch den Mitgliedern, Geschäftspartnern und dem Aufsichtsrat: „Wir sind stolz auf unsere genossenschaftliche Gemeinschaft.“ Es seien die vielen Gesichter, Begegnungen und Geschichten in der Gemeinschaft, die zählten. „Sei es der Duft frischer Brötchen aus der Bäckerei an der Ecke, das Lachen von Kindern auf dem Sportplatz, das kräftige Händeschütteln
unserer Handwerkerinnen und Handwerker, das vertraute Gespräch am Schalter oder in der Beratung – es sind diese Augenblicke aus dem täglichen Leben, die unsere Region so besonders machen und die uns als Bank mit Ihnen verbinden. Dieses WIR macht den Unterschied und gibt uns Zuversicht, neue Wege zu gehen und die Region mit Herz, Verstand und Tatkraft zu gestalten“, freute sich Möbus und betonte abschließend: „Heimat ist dort, wo man nicht nur lebt, sondern gemeinsam etwas bewegt. Lassen Sie uns den eingeschlagenen Weg entschlossen gemeinsam weitergehen!“

Danach berichtete das Vorstandsmitglied Marco Waßmuth über die Details der Entwicklung der Ertragslage und unterbreitete der Versammlung den Vorschlag zur Gewinnverwendung. Vorweg konnte er den Mitgliedern erneut die Zahlung einer Dividende in Höhe von insgesamt 3,5 % sowie die ausreichende Dotierung der Rücklagen bekannt geben. Er ging auf die einzelnen Ertrags- und Aufwandsposten sowie auf einflussnehmende Entwicklungen und Rahmenbedingungen ein.

Die betrieblichen Erträge konnten trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, insbesondere durch einen gestiegenen Zins- und Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr, gesteigert werden. Vor dem Hintergrund gestiegener Preise und erforderlicher Investitionen hätten sich jedoch auch die Betriebskosten in Form von Personal- und Sachaufwand im Jahr 2025 deutlich erhöht. „Die Preissteigerungen in nahezu allen Kostenpositionen haben sich entsprechend negativ auf die Sachkosten ausgewirkt“, bemerkte Waßmuth. Das Betriebsergebnis vor Bewertungsänderung fiel mit 1.424 TEUR im Vorjahresvergleich nahezu unverändert aus und sei weiterhin als zufriedenstellend einzuschätzen. „Es lag damit auf dem Niveau der Vergleichswerte anderer Genossenschaftsbanken in unserer Größe“, zeigte sich Waßmuth zufrieden. Nach erhöhter Risikovorsorge, der Zahlung von Steuern und Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken verbleibe im Jahr 2025 ein Jahresüberschuss in Höhe von 397 TEUR.

Durch den erfolgten Ausbau von Immobilienpositionen und die damit verbundene Erzielung höherer Mieterträge habe es die Bank geschafft, unabhängiger vom Zins- und Dienstleistungsgeschäft zu werden. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital erhöhte sich von 23,3 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro. Aufgrund einer weiterhin soliden Geschäftspolitik erwarte die Bank auch für das Jahr 2026 eine solide Geschäftsentwicklung sowie ein verbessertes und zufriedenstellendes Jahresergebnis. Auch Waßmuth kritisierte die für kleinere Banken, aber auch für mittelständische Unternehmen weiterhin unverhältnismäßige Regulierung und überbordende Bürokratie. „Neben erheblichen Kostennachteilen müssen wir die immer noch zunehmenden gesetzlichen, formalen und verbraucherrechtlichen Anforderungen erfüllen, obwohl viele dieser Regelungen keinen Mehrwert bringen und eigentlich für größere Institute gedacht sind.“

Besonders die wachsende Bürokratie beschäftige das Haus: „Sie ist inzwischen die größte Herausforderung für die eigene Wettbewerbsfähigkeit – und das nicht nur bei uns.“ Er verwies auf eine Studie des ifo Instituts, wonach der deutschen Wirtschaft jährlich bis zu 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung entgehen – insbesondere durch den Einsatz von Mitarbeitenden zur Bewältigung bürokratischer Pflichten statt für Innovationen und Wachstum. „Uns geht es nicht anders. Wenn sich durch Bürokratie immer mehr wertschöpfende Tätigkeiten zu verwaltenden Tätigkeiten verlagern, ist das nicht in unserem Sinne. Der Verwaltungsapparat wächst, und das geht zulasten des Kundengeschäfts.“ Waßmuth richtete einen klaren Appell an die Politik: „Die Diskrepanz zwischen politischem Anspruch und der Realität ist unverkennbar. Der Politik möchte man zurufen: Beschreibt das Problem nicht, löst es!“ Für die Zukunft stellte Waßmuth klar: „Die Hoffnung auf Veränderung stirbt zuletzt. Wir wollen und werden den Spagat hinbekommen: zwischen ordnungsgemäßer Umsetzung rechtlicher Vorgaben auf der einen Seite und der Erbringung attraktiver Dienstleistungen für unsere Kundinnen und Kunden auf der anderen Seite.“

Gleichzeitig verstehe sich die Bank auch als attraktiver Arbeitgeber für ihr Team.

Er ergänzte: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut ausgebildet, engagiert und identifizieren sich stark mit der Region und ihrer Bank.“ Zum Abschluss sprach auch Waßmuth seinen Dank an die Mitglieder aus. Er betonte, wie wichtig das Vertrauen und die Loyalität der Mitglieder seien: „Kurze Wege, persönliche Bekanntheit und schnelle Entscheidungen sorgen für Vertrauen und sind unser Wettbewerbsvorteil.“

Der Bericht über das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung des Genoverbandes e. V., Frankfurt, wurde vom stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Norbert Siebert vorgetragen. Turnusgemäß schieden Frau Simone Feußner und Herr Thorsten Grosch aus dem Aufsichtsrat aus. Beide wurden von der Generalversammlung in das Gremium des Aufsichtsrats der Bank wiedergewählt.

Teilnehmergruppe der Generalversammlung der Spar-u.Kredit-Bank eG